Super Stardust HD Spiel auf PlayStation Portable

Wer schon immer einmal seine Geschicklichkeit im Umgang mit dem Playstation 3 Controller unter Beweis stellen wollte, der ist mit Super Stardust HD gut bedient. In einem nahezu unüberschaubarem Chaos, bestehend aus Asteroiden und zahllosen Items, heisst es Ruhe bewahren und irgendwie doch den Überblick zu behalten.

Wilde Balleraction!

Insgesamt müssen fünf Planeten mit Hilfe des kleinen Raumschiffes vor dem Untergang bewahrt werden. Das Raumschiff, welches durch den Spieler bedient wird, ist mit insgesamt drei unterschiedlichen Primärwaffen ausgestattet, welche jeweils für eine andere Art von Asteroiden vorgesehen sind. So sind einfache Gesteinsasteroiden am einfachsten mit dem „Rockcrusher“ zu zerstören, während den blauen Eis-Asteroiden mit dem dazugehörigen „Ice-Crusher“ zu Leibe gerückt werden sollte. Die dritte Waffe im Bunde stellt das „Goldmeter“ dar, welches dazu benutzt wird um die goldüberzogenen Asteroiden am besten zu zerstückeln.

Denn wie schon bei älteren Asteroidenspielen ist es auch bei Super Stardust HD der Fall, dass beschossene Gesteinsbrocken nicht einfach zerstört werden, sondern vielmehr in viele kleine Stücke zersplittern, bis diese so klein sind, dass ein Schuss aus der gewählten Waffe genügt um das umhertreibenden Gestein zu zerstäuben. Dabei muss gleichermaßen Strategie eingesetzt werden, sowie die Übersicht bewahrt werden, denn schon nach kurzer Zeit kann es auf dem Bildschirm richtig voll und unübersichtlich werden.

Weitere Angriffswellen sorgen dann für den absoluten Verlust der Übersicht, denn nach und nach kommen zu den eh schon umher schwirrenden Gesteinsteilen noch diverse andere Objekte hinzu, welche nur den Zweck haben dem kleinen Raumschiff mit der ehrenhaften Aufgabe das Leben schwer zu machen. Jede dieser Wellen ist in einer bestimmten Zeit zu absolvieren, um am Ende noch weitere Bonuspunkte gutgeschrieben zu bekommen.

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Dabei dient die Zeitangabe, in der man es schaffen sollte nicht als Limit sondern lediglich als Anhaltspunkt, ab wann man keine Bonuspunkte mehr bekommt, so dass man sich mit jeder einzelnen Gegnerwelle viel Zeit lassen kann. In jeder Welle trifft man auf die unterschiedlichsten Gegnertypen, welche z.B. aus den Spieler verfolgenden kleinen Kugeln oder ganzen Raumschiffen mit entsprechender Feuerkraft bestehen.

Neben den bereits erwähnten Waffensystemen, welche durch das Einsammeln von Upgrades weiter in ihrer Stärke aufgewertet werden können, kann man sich ebenfalls die Zerstörungskraft von Bomben zu Nutze machen. Zu Beginn eines neues Spiels startet man mit insgesamt drei dieser Bomben, wovon man immer wieder neue während des Spielverlaufs finden kann. Sollte es einmal wirklich brenzlig werden, kann man eine der gefürchteten Zerstörungswerkzeuge zünden oder sich mit Hilfe des Turboboosts aus der misslichen Lage befreien. Während man den kurzen Boost verwendet, um auf die andere Seite des Planeten zu gelangen, ist man unverwundbar und kann auch große Brocken mit einem Schlag in Kleinteile zerbersten lassen.

Auf jedem der zu absolvierenden Planeten erwarten einen zwischendurch immer mal wieder die unterschiedlichsten Boss-Kämpfe. Neben Raumschiffen, welchen man die vier Antriebsdüsen zerstören muss, gibt es auch noch ganze Raumstationen, welche vor Feuerkraft nur so strotzen. Trotz der nur fünf kleinen Planeten bietet Super Stardust HD besonders im Segment der Gegnervielfalt gute Abwechslung.

Super Stardust HD ist das erste Spiel mit Playstation Trophy Support und wurde zeitgleich mit dem Firmware Update, welches Trophies überhaupt ermöglichte, auf eine neue Version gebracht. Leider können mit dem normalen Paket, welches für 7.99 EUR im Playstation Network Store zu haben ist, nicht sofort alle Trophies erspielt werden. Dazu benötigt man ein weiteres kostenpflichtiges Paket, für welches noch einmal 3.99 EUR bezahlt werden müssen. Neben den restlichen zu ergatternden Trophies, bringt dieses zweite Paket noch weitere Spielmodi, wie den Überlebensmodus, mit sich.

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Kunterbunt und trotzdem gut?

Die Grafik ist wirklich kunterbunt und teilweise ist es schwierig, ein einnehmbares Item von einem Felsbrocken zu unterscheiden. Dennoch wird auf dem Bildschirm ein wahres Effektfeuerwerk veranstaltet, da hier wirklich nicht mit Effekten gespart wurde. Manchmal jedoch wirkt das Asteroidenchaos aber doch ein wenig überladen und den Überblick zu behalten ist eine Kunst für sich, die ersteinmal beherrscht werden will.

Soundchaos?

Trotz des unübersichtlichem Chaos, bleibt es soundtechnisch stets grundsolide. Die Soundeffekte bleiben dezent und wirken keinesfalls übertönt oder störend. Die Hintergrundmusik ist zwar nicht besonders schön, fügt sich aber dennoch gut dem Gesamteindruck. Wem die zur Verfügung gestellte Musik nicht reicht, der kann eigene Playlisten, welche auf der Playstation erstellt wurden, abspielen lassen.

Mehrspielermodus

Wem die chaotische Ballerei alleine doch zu langweilig wird, der kann einen zweiten Controller an seiner Playstation 3 anmelden und schon kann zu zweit auf einem Bildschirm gespielt werden. Besonders im kooperativen Spiel macht Super Stardust HD noch mehr Spaß, da nicht nur sinnlos durch die Gegend geballert werden muss, nein, es wird sogar ein wenig Taktik verlangt. Werden beide Raumschiffe dicht nebeneinander positioniert, verstärkt sich die gewählte Waffe der beiden Raumschiffe nochmals, solange sie nur nah genug beieinander sind. So können auch sehr viele Felsbrocken in kurzer Zeit einfach vaporisiert werden.